WIR SETZEN EINEN KONTRAPUNKT

Ehe stärken

Das hat uns zu der Kampagne „Ehe.Stärken“ bewogen

Die extrem vielen Ehescheidungen werden zusehends zu einem Problem unserer Gesellschaft. Sie gefährden langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Belastende Erfahrungen werden von Generation zu Generation weitergetragen. Es braucht an dieser Stelle eine politisch unterstützte und unterstützende Aufmerksamkeit, wie Beziehungskrisen vorzubeugen ist und wie Beziehungsfähigkeit gestärkt werden kann.

Die Faktoren für die heutige Entfremdung in Paarbeziehungen sind zahlreich – beruflich geforderte Flexibilität, Doppelbelastungen durch Arbeit, Erziehung und Pflege, aber auch extrem hohe Ansprüche und Erwartungen an das Beziehungsleben und ein verändertes Rollenverständnis von Frauen und Männern. Durch die erweiterte durchschnittliche Lebenserwartung hat sich die Ehedauer verlängert. Dies wiederum stellt höchste Ansprüche an das Miteinander-Auskommen. Gleichzeitig sind Ehescheidungen sozial akzeptiert. Über die individuellen-seelischen und die gesamtgesellschaftlich-politischen Folgekosten wird beharrlich geschwiegen.

Es stellen sich gewichtige Fragen im Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt: Wie lässt sich Konfliktbewältigung einüben? Wie kann die Fähigkeit von Partnern gestärkt werden, Krisen durchzustehen und Vergebung und Versöhnung zu praktizieren?

 

Das ist unser Ziel!

Wir möchten einen Kontrapunkt setzen. Die gesellschaftliche Diskussion wird unserer Auffassung zu einseitig im Blick auf die die Bewältigung der Folgen von Trennung und Scheidung geführt. Demgegenüber möchten wir, dass viel stärker über die Chancen und den Mehrwert der Ehe gesprochen wird – auch und vor allem im Rahmen von Kirche.

„Trauen Sie sich! Zehn gute Gründe für die Ehe“ – so ist ein Denkanstoß überschrieben, den die Deutschen Bischöfe veröffentlicht haben. Diesen Impuls möchten wir aufgreifen und dazu anregen, das Thema Ehe möglichst breit zu thematisieren und zu präsentieren. Die Kirche, davon sind wir überzeugt, verfügt von ihrer Programmatik her über eine befreiende und heilende Kompetenz der Vergebung und Versöhnung. Eine solche von unerschütterlichem Vertrauen getragene Vergebungsbereitschaft ist zentrale Voraussetzung für das Gelingen dauerhafter Beziehungen. Darüber wollen wir reden und miteinander ins Gespräch kommen.

Trauen Sie sich!

Gäste auf der Herzbank, dem zentralen Kampagnenmotiv:
Bild links: Gisela Koopmann, Vors. Des Familienbundes mit Ministerpräsident Weil und Sozialministerin Reimann
Bild mitte: Ev Landebischof Adomeit, Oldenburg und Weihbischof Theising, Vechta
Bild rechts: Ev. Landesbischof Adomeit, Oldenburg und nds. Finanzminister Hilbers

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